Die Ausgleichskassen nehmen bei der Umsetzung der Sozialpolitik eine Schlüsselrolle ein. Sie verwalten unter anderem die Altersversicherung, die Invalidenversicherung und die Erwerbsersatzversicherung.
Die Ausgleichskassen nehmen bei der Umsetzung der Sozialpolitik eine Schlüsselrolle ein. Sie verwalten unter anderem die Altersversicherung, die Invalidenversicherung und die Erwerbsersatzversicherung.
Anfangs waren die Pensionskassen einer kleinen Elite vorbehalten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts werden sie laufend ausgebaut und gelten als «2. Säule» des Schweizer Altersvorsorgesystems. Noch sind aber immer nicht alle Arbeitnehmenden in einer Pensionskasse versichert.
Die 1918 gegründete Suva ist eine der ältesten Sozialversicherungen der Schweiz. Sie zeichnet sich durch eine paritätische Organisationsform aus, die Arbeitgeberorganisationen, Gewerkschaften und den Bund gleichermassen einbindet.
Die Krankenkassen gehören zu den einflussreichsten sozialpolitischen Akteuren. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wehren sie sich erfolgreich gegen zentralistische Sozialstaatsprojekte. Sie sind mitverantwortlich dafür, dass sich die Krankenversicherung in der Schweiz lange in privatwirtschaftlichen Bahnen entwickelte.
Die ersten Arbeitslosenkassen sind hauptsächlich das Werk der aufkommenden Gewerkschaftsorganisationen. Das Bundesgesetz von 1924 gewährt ihnen Subventionen zur Sicherung ihres wirtschaftlichen Überlebens und zur Entwicklung öffentlicher paritätischer Kassen. Die Einführung der obligatorischen Versicherung im Jahr 1976 verändert die Rolle der Arbeitslosenkassen nachhaltig.
Privatversicherer waren von Anfang an ein fester Bestandteil der schweizerischen Sozialversicherungssystems. Die Verflechtung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren zeigt, dass der Schutz sozialer Risiken auch ein hart umkämpfter Markt ist.